Die malaysische Regierung wird in den nächsten Tagen Zahlen für die eigenen Emissionsreduktionen auf den Tisch legen. Das erklärte Premierminister Najib Razak in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir sind bereit, ein Angebot zu unterbreiten. Ich werde nicht bloß an die entwickelte Welt appellieren."
Laut Vereinten Nationen stößt der südostasiatische Staat 187 Millionen Tonnen Kohlendioxid aus. Das entspricht 7,2 Tonnen pro Einwohnerin. Damit liegt Malaysia zwar unter dem Durchschnittswert der Europäischen Union (rund 10 Tonnen), aber auch deutlich über dem globalen Mittelwert von rund 4 Tonnen. Unter dem Kyoto-Protokoll sind bislang nur Industriestaaten zu Emissionsreduktionen verpflichtet.
Nun will Malaysia "glaubwürdige" Minderungen des Treibhausgas-Ausstoßes anbieten, sagt Premierminister Najib. Alle Länder müssten zum Klimaschutz beitragen. Gleichzeitig sei es aber nötig, Entwicklungsländer zu unterstützen - "insbesondere was finanzielle Unterstützung, capacity building und Technik angeht". Die Zusage von Finanzhilfen gilt als ein Schlüsselelement, von dem abhängt, ob ärmere Länder einem neuen Klimaschutzabkommen zustimmen.

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